Eine Oase im Zwischenraum

Zwei niedrige Bauten liegen eingebettet in der bestehenden Landschaft. Umgrenzt von Steinmauern. Das skulpturale Projekt des Architekten Manuel Gschnell sollte sich auch in der Landschaftsgestaltung widerspiegeln. Dennoch wird bei der Auswahl der Pflanzen auf eine möglichst große Artenvielfalt Wert gelegt, wobei es die Lage erfordert Pflanzen zu verwenden welche auch im Schatten bzw. im Halbschatten gedeihen.

Was die Formensprache betrifft nimmt die geschnittene Hecke im Norden die Gestalt der Apfelreihen auf während die Bepflanzung an der Südseite der Vielfalt des Waldes mit ihrer losen Anordnung heimischer Pflanzen folgt. Eine Säuleneiche wirkt wie ein Wahrzeichen und Formstarke Bäume wie der Kugelahorn oder die Catalpa nehmen das Thema zwischen Naturraum und Kulturraum ebenso auf wie der als verbindendes Element in Form geschnittene Winterjasmin. So wirkt die Grüngestaltung der beiden Häuser wie eine Oase zwischen zwei massiven Bereichen. In einer Landschaft die durch Wildwuchs auf der einen Seite und intensive Landwirtschaft auf der gegenüberliegenden Seite bestimmt ist wirken deshalb auch freie Rasenflächen, nur mit Narzissen und Hyazinthen im zeitigen Frühjahr gespickt, wohltuend.

Um die dunkle Zeit zu verkürzen war bei der Auswahl der Pflanzen nicht nur deren skulpturaler Effekt maßgebend sondern auch deren Farbgestaltung in Frühling und Herbst. Gelb blüht es bereits bald nach dem Winter. Wenn dann die Apfelblüte beginnt und die Sonne im Sommer doch noch ihr Licht sendet, erstrahlen weiße und rote Blüten bis in den bunten Herbst hinein. Der Winterjasmin zwischen den beiden Häusern bedeckt hängend die Mauern im vorderen Bereich, während Wilder Wein auf die hinteren Mauern klettert.

Von gelb zu grün von grün zu bunt um so auch in der lichtarmen Zeit Akzente zu setzen.