„Die Geträumte“ zeigt ein in sich ruhendes Gesicht, getragen von einer Hand.

Geschlossene Augen entziehen die Figur der unmittelbaren Blickbeziehung und öffnen zugleich einen inneren Raum der Erinnerung, der Stille und der Vorstellung.
Im Kontrast zur Schwere und Dauerhaftigkeit der Bronze steht die fragile, beinahe schwebende Ruhe der Form. In der Begegnung mit der Natur entfaltet die Skulptur ihre eigentliche Wirkung: wie eine stille Erscheinung im Raum.

Die Arbeit ist im Feld der ortsbezogenen Skulptur verankert und versteht sich als Beitrag zu einem erweiterten Verständnis von Skulptur im Dialog mit Landschaft und architektonischem Raum. Im Zentrum steht die Frage, wie skulpturale Formen nicht dominierend, sondern atmosphärisch und wahrnehmungslenkend wirken können.

Der menschliche Körper erscheint dabei nicht als abgeschlossenes Bild, sondern als offener Wahrnehmungszustand. Die Natur verändert ihr Aussehen und mit ihr entsteht ein neues Bild. Der menschliche Körper wird dabei bewusst fragmentarisch dargestellt, nicht als autonome oder vollendete Form, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs.

Bronze H 80 cm