Eine stille Versammlung
Vier Wesen begegnen sich in einem stillen, rätselhaften Austausch, Schädel aus Porzellan ruhen auf schwarzen hölzernen Stelen, erhöht wie Stimmen eines unsichtbaren Gesprächs.
Wie Teilnehmer eines stillen Rituals stehen Reiher, Rabe und Uhu einem Papagei gegenüber. Sie scheinen miteinander zu kommunizieren.
Die Installation verbindet Zerbrechlichkeit und Präsenz, Natur und Symbolik, Leben und Vergänglichkeit. Sie wirken wie Relikte einer Zeit, in der die Beziehung zwischen Mensch und Natur noch ungebrochen war.
Die Installation entfaltet sich als räumliche Konstellation zwischen vier vogelartiger Figuren. Sie bilden kein narratives Ensemble, sondern ein Feld unterschiedlicher Wahrnehmungs- und Denkformen: Geduld, Intelligenz, Weisheit und sprachliche Resonanz. Während Reiher, Rabe und Uhu archetypische Bilder von Wachsamkeit, Erinnerung und Nachtwissen tragen, verweist der Papagei auf Sprache, Wiederholung und die Nähe zum Menschen. So erscheinen sie als stille Beobachter eines gemeinsamen Weltbezugs.
Die kurzen Texte auf den Cortenstahl-Platten, etwas abseits der Stelen im Rasen bilden eine horizontale Ebene, die dem vertikalen Raum der Skulpturen antwortet. Sie verstehen sich als Verdichtung von inneren Perspektiven, als fragmentierte Stimmen, die den Figuren eine fragile Sprache geben, ohne sie festzulegen.
Porzellan, Holz, Stahl, h = ca. 2m

















