Alice Salomon Hochschule

Berlin – 2025

Sind Individualität und Einsamkeit die verbundenen Herausforderungen unserer Gegenwart?

In unserer heutigen Zeit stehen Individualität und Einsamkeit oft in einem spannungsgeladenen Verhältnis zueinander und zwar nicht nur auf den Einzelnen bezogen, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene. Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit und das Streben nach persönlichem Wachstum sind zentrale Werte, die vielfach betont und gefeiert werden. Durch soziale Medien und eine Kultur der „Selbstdarstellung“ werden Menschen ermutigt, sich als einzigartige Individuen zu präsentieren und sich von der Masse abzuheben.

Hat Kunst die Kraft, zwischenmenschliche Beziehungen zu fördern?
Ego kontra Gemeinsinn? Kunst knüpft heute ebenso wie die Sozialarbeit neue Allianzen mit Natur, mit Ökonomie und dem Politischen, denn es geht dabei um nichts weniger als um Leben und Überleben.

Kunst „UND“ unser soziales Leben sind beide ein „UNENDLICHES“ Feld
unendlich die Vielfalt
unendlich die Aufgaben
unendlich die Möglichkeiten

Um dieser Verbindung Gestalt zu verleihen werden zum einen Samen und Pflanzen und zum anderen unterschiedliche handgefertigte Einzelteile zu Protagonisten einer neuen Erzählweise im ökologischen, sozialen und künstlerischen Sinn.

Der Mensahof
Den Studierenden steht eine Edelstahlstruktur zur Verfügung. In der Mitte Erde in welche die Neuinskribierten den Samen einer einjährigen Pflanze einbringen können. Der Akt des Pflanzens ist ein Symbol für Hoffnung und Neubeginn. Es ist ein stiller Akt des Vertrauens und erinnert uns daran, dass jeder Schritt, jeder Beginn, auch wenn er klein oder unscheinbar erscheint, die Möglichkeit großen Wachstums in sich trägt…ein Werk das von einem konzeptionell-partizipativen Ansatz geprägt ist und bei dem die Aktionen der Teilnehmenden selbst zum Kunstwerk werden.

In der Mensa
Die Lemniskate, wie die liegende Acht auch genannt wird, verbindet uns weltweit mit allen Menschen, die sich für Mitmenschlichkeit und den Erhalt der Schöpfung einsetzen. Sie symbolisiert, dass wir bereit sind über Religions- oder Kulturgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, um gemeinsam unsere Welt zu gestalten. Sie steht für die zyklische Natur der Dinge, für die natürliche Ordnung der menschlichen Existenz und des Lebens selbst, sowie für das Konzept des Grenzenlosen oder Unvorstellbaren. Eine Erzählung ohne Anfang und Ende. Eine lose Verbindung von einzelnen Teilen, als Ganzheit, trotz Vielfalt und Differenz, verbunden zu einem Zeichen das Bedeutungen und Zusammenhänge symbolisiert.